Wettbewerb Calw Gesundheitscampus HDR Vorplatz
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1. Platz beim städtebaulichen Realisierungswettbewerb für den Gesundheitscampus Calw

Das Stuttgarter HDR Büro sicherte sich in Bietergemeinschaft mit dem Ingenieurbüro Prof. Dr. Ing. Vogt Planungsgesellschaft mbH (Leipzig) mit Abstand den ersten Preis beim städtebaulichen Ideenwettbewerb für den Gesundheitscampus Calw. Im Rahmen der Preisgerichtssitzung am Mittwoch, 28. März 2018, stimmte eine 13-köpfige Jury einstimmig für die Gewinner des europaweiten Teilnahmewettbewerbs.

Ziel des Wettbewerbs war es, ein ca. 6,5 Hektar großes Areal räumlich zu strukturieren und Ideen für die Gestaltung und Anordnung der Gebäude und Freiflächen zu erhalten. Die Wettbewerbsteilnehmer waren aufgefordert, einen Gebäudekomplex zu entwerfen, der funktionale, planerische und städtebauliche Anforderungen erfüllt und bezahlbar bleibt. Hinter dem Projekt stehen der Landkreis Calw gemeinsam mit der Stadt Calw und den am Gesundheitscampus beteiligten Partnern: Klinikverbund Südwest, Zentrum für Psychiatrie Calw – Klinikum Nordschwarzwald, Nephrologische Centren Pforzheim/ Calw/ Nagold/ Bad Wildbad/ Waldbronn und die S-Immobilienvermögen GmbH & Co. KG.

Der Gesundheitscampus soll bevorzugt aus Einzelgebäuden oder einem gegliederten Gesamtkomplex mit begrünten Innenhöfen oder sonstigen Freiräumen bestehen, um eine hohe Aufenthalts- und Erholungsqualität für Mitarbeiter, Patienten und Besucher zu schaffen. Ein zentraler Aspekt beim Neubau sind die funktionalen Anforderungen an einen modernen, für die künftigen medizinischen Anforderungen flexiblen Gesundheitscampus. Im Vordergrund der Auslobung stand die Anforderung kurze Wege sowie möglichst wirtschaftliche Betriebsabläufe zu gewährleisten.

An dem europaweiten Wettbewerb nahmen 14 Architekturbüros teil. Fünf Teilnehmer qualifizierten sich im Januar für die zweite Phase des Wettbewerbs, der nun eindeutig von HDR in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Prof. Dr. Ing. Vogt entschieden wurde. Die weiteren Teilnehmer erhielten zwei dritte und zwei fünfte Plätze.

„Der Wettbewerbssieger hat bezüglich Funktionalität, Städtebau, Architektur und Wirtschaftlichkeit einen überzeugenden Vorschlag gemacht, was sich auch in der einstimmigen Preisgerichtsempfehlung widerspiegelt“,  lobte Albrecht Reusch, Kreiskämmerer und Projektleiter Gesundheitscampus Calw, das Ergebnis des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs.

Auch der medizinische Geschäftsführer des Klinikverbunds Südwest, Dr. Jörg Noetzel, hob die Qualität des Siegerbeitrags hervor: "Der jetzt ausgewählte Entwurf setzt aus unserer Sicht den Campusgedanken tatsächlich am besten um. Architektonisch fügt er sich ideal in die Landschaft ein und berücksichtigt dabei in idealer Weise die funktionalen Zusammenhänge der zukünftigen Partner, bestehenden aus dem ZfP, dem Dialysezentrum, dem Haus der Gesundheit mit Praxen und AOK sowie unserem Klinikgebäude. Der Klinikbereich ist sehr gut in das Gesamtgefüge eingebunden und die Wegeführung berücksichtigt wirklich sehr gut die verschiedenen zukünftigen Patienten- und Besucherströme. Wenn man das Modell betrachtet, hat man tatsächlich das Gefühl über eine 'Campus-Piazza' den Bereich mit seinen unterschiedlichen Gesundheitsanbietern zu betreten und erlebt damit den Vorteil der sektorenübergreifenden Einbindung unseres zukunftsweisenden gemeinsamen Projekts.“

Von 9. bis 20. April 2018 werden die ausgezeichneten Entwürfe im Rahmen einer Ausstellung im Foyer Haus A des Landratsamts Calw zu sehen sein.

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