NEUIGKEITEN

Feierliche Eröffnung des NPP am Uniklinikum Bonn

Unter einem Dach vereint: Bonner Zentrum für Nervenheilkunde

Am Universitätsklinikum Bonn (UKB) wurde am 31. August 2018 mit dem Neubau des Zentrums für Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatik (NPP) eines der modernsten Gebäudekomplexe für die Behandlung seelisch und neurologisch erkrankter Menschen durch Annette Storsberg, der NWR-Staatsministerin für Kultur und Wissenschaft, sowie Vertreter des Wissenschafts- und des Finanzministeriums feierlich eröffnet.

Mit der Eröffnung des NPP sind nun alle Teilbereiche der Neurologie und Psychiatrie unter einem Dach zentral vereint. Die Planung und Gestaltung des rund 20.000 m² großen Neubaus durch HDR ermöglicht so ein zeitgemäßes, menschengerechtes, lichtdurchflutetes und leistungsfähiges Umfeld für neue Therapiemöglichkeiten. „Die unmittelbare Nachbarschaft und Anbindung an das bereits 2017 eröffnete DZNE (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen), eine von Bund und Land NRW geförderte Forschungseinrichtung, verleiht dem für 90 Mio. Euro errichteten Neubau eine zusätzliche Bedeutung im Sinne der Translation“, stellt der ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) Prof. Wolfgang Holzgreve heraus. „Über die Patientenversorgung hinausgehend, wird im neuen baulichen Ensemble wegweisende Forschung betrieben.“

„Das hohe Engagement der Klinikdirektoren und ihrer Teams in der Abstimmung der Nutzeranforderungen mit dem Planungsteam verantwortet maßgeblich den Erfolg des Projektes“, so Christoph Gatermann, Architekt und Bereichsleiter Gesundheitsbauten bei HDR. Nur im kontinuierlichen Dialog kann eine Planung zum bestmöglichen Nutzen für Patienten, Mitarbeiter und Besuchern führen.

Die Gliederung des NPPs in zwei Gebäudeteile mit zweigeschossigem Sockelbau und einem fünfgeschossigen Bettenhaus nimmt Bezug auf die Typologie der umgebenden Klinik- und Forschungsgebäude. Die zentrale zweigeschossige Eingangshalle mit breiter Empore stellt den Haupteingang des Zentrums und verbindet zugleich den Neubau mit anderen Gebäuden des Areals. Schon hier zeigt sich die klare Struktur des Gebäudes, denn die reduzierte mattgrau-silberglänzende Fassade zieht sich ins Gebäudeinnere und geleitet den Eintreffenden zu vier weißen Kuben, über die die Organisation des Neubaus abgewickelt wird.

Fünf gewählte Grundfarben erstrecken sich als Leitfarben in der Wegeführung durch das gesamte Gebäude. Neuere Therapieansätze versuchen bewusst, dem internierten Charakter eigenständiger Stationseinheiten entgegenzuwirken und gezielte Anreize für die Patienten zu schaffen, ihre Stationen zu verlassen und sich weitest möglich eigenständig im Gesamtgebäude aufzuhalten. „Hierbei spielt die Orientierung und Sicherheit der angebotenen Wege eine entscheidende Rolle: Die Auffindbarkeit von Fluren, Treppen, Aufzügen und der einzelnen Angebotsbereiche haben wir durch unser Farbkonzept gestützt und verständlich gemacht“, erläutert Gatermann im Zuge des anschließenden Rundgangs den Gästen der feierlichen Eröffnung.

Daneben sind der Einfall von Tageslicht, geschützt liegende Innenhöfe und großzügige Aussenterrassen entscheidende Entwurfselemente der beiden Gebäudeteile: So gruppieren sich die Räumlichkeiten der im Westen liegenden, zweigeschossigen Tagesklinik um einen Innenhof und auch der fünfgeschossige Gebäudeteil mit den Stationen im Norden gliedert sich um zwei Lichthöfe, die großflächigeren Geschosse des Erdgeschosses und ersten Obergeschosses umfassen sogar noch zwei weitere Lichthöfe. Diese klare Erschließungsstruktur findet sich gesamten Neubau wieder. „Unterbewusst wahrnehmbare und gleichzeitig einprägsame bauliche Merkmale sind dabei unbedingt Beschilderungen vorzuziehen“, so Gatermann. „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, beide Gebäudeteile gleich aufzubauen, um die neuen Therapieansätze des Universitätsklinikums architektonisch zu unterstützen.“

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