UKSH Kiel Gebäudefassade hero
NEUIGKEITEN

Klinikum der Zukunft am UKSH eröffnet

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) erweitert und optimiert seine beiden Standorte Lübeck und Kiel. Mit der Eröffnung am 16. August in Kiel und am 8. November in Lübeck werden die Sanierung und die Ergänzung der baulichen Strukturen abgeschlossen.

Das Bieterkonsortium aus der BAM PPP Deutschland GmbH und der VAMED Health Project GmbH erhielt im Jahr 2014 den Zuschlag für das ÖPP-Projekt (Öffentlich-Private-Partnerschaft).

Für das architektonische Konzept des „Klinikums der Zukunft“ und die daraus resultierende Planung der neuen Gesundheitsbauten sowie der erforderlichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen zeichnet die Planungsgemeinschaft Architekten aus tsj architekten, a|sh (sander.hofrichter architekten), JSWD und HDR verantwortlich.

Die Arge aus JSWD und HDR erhielt im Weiteren in Kiel den Auftrag für die Ausführungsplanung (Leistungsphase 5 der HOAI, Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen). In Lübeck wurde das Büro tsj mit der Leistungsphase 5 beauftragt.
Bei allen Überlegungen wurde der Mensch in den Mittelpunkt gestellt. Bezüglich beider Klinik-Standorte wurden außerdem gestalterische Grundsätze einer angestrebten Corporate Architecture erarbeitet.

Campus Kiel

Durch den Neubau des Zentralklinikums in Kiel ist eine städtebauliche Großform entstanden, die bisher verstreute medizinische Funktionen an einem interdisziplinären, attraktiven und klar strukturierten Ort bündelt. Bestand und Neubau wurden miteinander verzahnt und an ihrer Schnittstelle durch eine lichtdurchflutete Magistrale verbunden. Von der Magistrale aus werden die Ambulanzen, weitere medizinische Funktionsbereiche und die Aufzüge zu den Bettenstationen erreicht. Die Patientenzimmer wurden in vier kammartig organisierten Obergeschossen untergebracht und umgreifen luftige Innenhöfe. Zusätzliche Lichthöfe im Rücken der Kammstruktur ermöglichen die natürliche Belichtung von Aufenthalts- und Arbeitsbereichen im Sockelgeschoss. Hierdurch entsteht ein „Klinikum des Lichts“.

Der neue Haupteingang des Zentralklinikums öffnet sich zum zentralen Vorplatz, dem neuen Orientierungspunkt des gesamten Campus. Hier befindet sich auch die neue Cafeteria. Vom Platz aus sind die Wege zu den weiteren Nutzungen und Kompetenzzentren kurz; auch das neu entstehende Kopfzentrum aus HNO-, Augen- und Zahnmedizin findet hier seine neue Adresse. Der größtenteils denkmalgeschützte Bestandsbau der HNO-Klinik wird gerade sensibel umgebaut und erweitert. Zunächst wurde der vorgelagerte Hörsaal rückgebaut. Die zu ergänzende Fassade wird im Stil dem Altbau angeglichen.

Zur Förde hin bildet das Mutter-Kind-Zentrum den Schlussstein des Komplexes, der von Patientengarten, Förde und Botanischem Garten grün gefasst wird. Die Frauenklinik wurde dabei in ihre Ursprungsform zurückgebaut und eingerahmt durch den Neubau besonders in Szene gesetzt.

 

Fotos © Christa Lachenmaier
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