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NEUIGKEITEN

Rückblick auf die Fachkonferenz HOSPITAL PLANNING

Die Architektur des Gesundheitswesens der Zukunft

Auf der Fachkonferenz HOSPITAL PLANNING – Challenges | Best Practice am 02.12.2019, tauschten sich wertvolle Gäste aus Medizin, Forschung, Lehre und Architektur mit hochkarätigen Referenten und unseren Kollegen von HDR intensiv aus.

Initiator und Veranstalter des konzeptionell einzigartigen Symposiums war die HDR GmbH in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Immobilienprojektentwicklung (IPE) der RWTH Aachen unter Leitung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Elisabeth Beusker. „Wir unterhalten seit 2018 eine Forschungskooperation mit der RWTH. Im Rahmen dieser interdisziplinären Zusammenarbeit entstand gemeinsam mit der bei uns forschenden Doktorandin M. Sc. RWTH Hannah Viergutz die Idee, die Disziplinen unserer beiden Netzwerke an einen Tisch zu holen, um Erfahrungen und neue Lösungsansätze zu teilen und so einen gemeinsamen Mehrwert zu schaffen“, erläutert Michael König, Leiter des Studios Düsseldorf, den Hintergrund der Veranstaltung. Der Kongresstag gliederte sich in zwei Themenblöcke, „Think Big“ und „Think Different“, an deren Abschluss jeweils eine Podiumsdiskussion stand.

„Think Big – mutige Entscheidungen für jede Struktur“

Nach der Begrüßung durch Univ.-Prof. Dr.-Ing. Beusker gab Dr. Jan Böcken, Senior-Project-Manager der Bertelsmann Stiftung, dem Fachpublikum einen Einblick in seine aktuelle Studie zur Neuordnung der Krankenhauslandschaft. Er bezifferte eine optimale Versorgung mit der Reduktion auf deutschlandweit 600 Krankenhäuser. Claus Eppman präsentierte repräsentativ für die Kliniken Aurich-Emden und Norden sowie Jannis Feller am Beispiel der PORT Gesundheitszentren der Robert Bosch Stiftung Strategien, einer damit einhergehenden zukunftsfähigen Klinikplanung, sowie Konzepte für die strukturelle und organisatorische Umsetzung der Ambulantisierung. Grenzen zwischen Fachabteilungen verschwinden, interdisziplinäres Arbeiten gewinnt an Bedeutung, Anforderungen an Prozessoptimierung durch kurze Wege und nutzungsoffene und flexible Raumstrukturen rücken in den Vordergrund, aber auch Aspekte architektonischer Qualitäten kommen ins Blickfeld und werden marktrelevant: Patienten erwarten Hotelambiente, daneben bekomme ein attraktives Arbeitsumfeld in Zeiten des Fachkräftemangels einen immer höher werdenden Stellenwert, referierten Michael König und Stefan Meyer von HDR in ihrem Vortrag.

„Think Different – innovativ zum Ziel“

In einem kurzweiligen und inspirierenden Impulsvortrag erklärte Jens Bode, Trend-&-Foresight-Experte u. a. bei der Henkel AG, was aus seiner Erfahrung zu einer lebendigen Innovationskultur gehört: eine Synergie aus innovativem Mindset und praktischen Tools. Dr. med. Hannes G. Kenngott, Facharzt für Chirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg und Markus Knobel, Partner von unity behandelten in ihrem Vortrag die Bedeutung der digitalen Transformation für das smarte Krankenhaus der Gegenwart und Zukunft am konkreten Beispiel des Universitätsklinikum Heidelberg. Praktische Einblicke in die aktuellen Trends der Krankenhausarchitektur gab Martin Bleckmann vom Architekturbüro gmp. Einen Blick über die Landesgrenzen hinüber zu unseren Nachbarn im Norden, konnten die Gäste mit Julian Weyer, Partner bei C.F. Moller Architects, werfen. Die Umstrukturierung hin zu den dänischen Mega-Spitälern könne auch für Deutschland eine Inspiration für das Krankenhaus der Zukunft im Sinne einer machbaren, ganzheitlichen und sinnvollen Gesundheitsversorgung geben, vorausgesetzt, wir öffnen unseren Denkhorizont, so sein Fazit.

Die Aufgabe, die Zusammenführung und den Ausbau von Versorgungsstrukturen in ländlichen und städtischen Gebieten zukunftsfähig zu gestalten, bewerteten die Referenten unisono als gesellschaftliche Herausforderung, aber auch als große Chance. Eine Fortsetzung der Reihe ist geplant.

Foto © Klaus Schwaiger

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